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Videotrilogie 'Ansichten eines Stadtmenschen'
Heinz Nigg. Videodiaries. Zürich und Berlin 1989 - 1993.

Beschreibung d/e

Beschreibung (deutsch und englisch):

Ansichten eines Stadtmenschen (Trilogie 71 Min.).
Zürich und Berlin 1989 - 1992

In 'Besetzt die Idylle!' und 'Auf und Ab' setzt sich der Ethnologe und Videoschaffende Heinz Nigg mit Stadtkultur und Stadtgeschichte auseinander. Er entwirft ein Bild von Zürich, das nichts mit Postkartenidylle zu tun hat. Seine Stadtansichten sind geprägt vom Auf und Ab der Alternativkultur, die immer wieder Leben, Widerspruch und Urbanität in die "tote Bankenstadt am schönen Zürichsee" gebracht hat. Auf eigenwillige Weise werden Bruchstücke aus "wilden Zeiten" aneinandergereiht und mit Gefühlsstimmungen aus der Wendezeit konfrontiert.
Heinz Nigg hinterfragt mit einer lyrischen, assoziativen Bildsprache seine politische Biografie. Im letzten Teil der Trilogie wandert Nigg's ethnologischer Blick über die Grenze ins benachbarte Deutschland nach Berlin. Auch da beginnt er zu graben, und wiederum stösst er auf Heimat - eine Heimat der verlorenen Seelen. 'Ansichten eines Stadtmenschen' wurde mit einer einfachen S-VHS Camcorder-Ausrüstung gedreht.

Besetzt die Idylle! (12 Min.). Zürich 1989.
Ein Abgesang auf vier alte Abbruchhäuser mitten in der urbanen Grauzone von Zürich-Nord. Zürich-Nord steht für die geschäftstüchtige Schweiz AG, die alten Häuser für die Nischen- und Alternativkultur.

Auf und Ab (28 Min.). Zürich 1990.
Ein Erinnerungsvideo.Von der Aufbruchstimmung rund ums 68, über die erruptive 80er-Bewegung bis hin zur Rat-losig-keit der Wendezeit um 1989 hat immer wieder die Frage beschäftigt, wie mitten in der gutbürgerlichen Schweiz ein widerständisches Leben überhaupt möglich ist. Heinz Nigg flaniert durch seine Stadt und setzt sich mit Archivbildern aus bewegten Zeiten auseinander. Rauschgefühle werden mit Katzenjammer kontrastiert, zweiflerische Resignation mit Hoffen unterspült. Was bleibt ist wache Neugier auf das, was ist und kommen wird.

Kalter Frühling (27 Min.). Zürich und Berlin 1991/92.
Die Wiedervereinigung Deutschlands hat bei den Nachbarn alte Ängste geweckt : "Die Deutschen" könnten wieder versucht sein, in Europa eine Herrschaftsposition anzustreben. Durch die Wahl- Berlins zur neuen Hauptstadt erhielt die Beschäftigung mit deutscher Geschichte vor und während des Dritten Reichs eine neue Dimension: Wie gehen die nach dem Krieg Geborenen mit der Hinterlassenschaft des Holocaust um? In Kalter Frühling berichtet Heinz Nigg von einer Reise ins alte, untergegangene Berlin und setzt sich mit seinen positiven wie negativen Gefühlen gegenüber der ehemaligen Hauptstadt des Terrors auseinander. Dabei konfrontiert er sich auch mit seiner Rolle als Schweizer, der mit dem Nationalsozialismus am liebsten nichts zu tun haben möchte und doch weiss, dass die Schweizer Regierung während des Krieges unzählige Flüchtlinge, die meisten davon jüdischer Herkunft, an der Grenze abgewiesen und zurück in die Konzentrationslager in den sicheren Tod geschickt hatte.


Views from an Urban Native (71 min)
Videodiaries by cultural anthropologist and videomaker Heinz Nigg.
Zurich and Berlin 1989 - 1992

This lyric narrative in three parts explores issues of social change and political history from the personal viewpoint of a cultural anthropologist going back to his roots.
Heinz Nigg who lives in Zurich, addresses questions of urban life, alternative culture and personal identity. He also takes a critical look at the common cultural heritage of Switzerland and Germany. 'Views from an Urban Nativ' has been produced on a low budget, using basic S-VHS equipment. The result is an attempt to brake new ground for expressing subjective views in Visual Anthropology and in Community Video practise.

Free This Territory! (12 min). Zurich 1989.
"Free This Territory!" is a good-bye poem dedicated to the squatters of four old houses located on the outskirts of Zurich, a grey urban landscape both nowhere and anywhere. This territory stands for Switzerland Inc., an anonymous conglomerate of big international corporations and worldwide banking services. The squatters represent the "Other Switzerland" with its tradition of a counterculture going back to the sixties.

Up and Down - A Hometown Story (28 min). Zurich 1990.
The videodiarist writes, "One day it occured to me to break with my daily routine. Just like that. A strike against hectic life. I let myself drift - from day to day, seeing what turned up." 'Up and Down' is the result of these driftings, a videotrip in which memories and observations of someone wandering through his hometown melt together with sounds and images reflecting past promises of social change, feelings of resignation, and the urge to "resist".

Cold Spring - An encounter with a forgotten past (31 min). Zurich and Berlin 1991/92.
The reunification of Germany had stirred up uneasy feelings among its neighbouring countries. Will "the Germans" try to regain supremacy in Europe? When Berlin was chosen as the new capital of reunited Germany, historical debate about Germany before and during the War started anew.
"Cold Spring" is a travelogue into the past by a Swiss born after the war. Heinz Nigg visits Berlin, reflects on his ambiguous feelings towards the former capital of the Third Reich, and talks to two Germans who were also born after the War, about the legacy of the Holocaust.
Heinz Nigg reminds himself of the close and hidden links between fascist Germany and so called neutral and humanitarian Switzerland. In actual fact the Swiss government of that time followed a restrictive policy towards fugitives - predominantly of Jewish origin - trying to seek asylum in Switzerland. Refugees were refused entry into the country and instead were sent back to Germany where many died in concentration camps.
Heinz Nigg pleas for setting up a memorial center in Switzerland, as a permament reminder of the fate of these unknown fugitives.

Beschreibung d/e

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