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Alltag in New York
Ansonsten ist es merklich still im Land. Die Gespräche in Amerikas Kneipen und Büros drehen sich häufiger um die üblichen Alltagsprobleme, Geldnöte, Liebeskummer oder Probleme im Job als um die Sorge vor einem unkontrolliertem Weltkrieg im Nahen Osten. In einer aktuellen Umfrage des Fernsehsenders CBS zeigte sich die Mehrheit der Amerikaner doppelt so besorgt über die aktuelle Wirtschaftslage als über einen Krieg im Irak. In Washington bekam eine Handvoll Abtreibungsgegner, die am 30. Jahrestag des Verfassungsgerichtsentscheids gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen demonstrierten, mehr Aufmerksamkeit als die Antikriegs-Proteste eine Woche zuvor. In New York wiederum gingen die Kunstsinnigen wie gehabt zum Galerien-Hopping nach SoHo und Chelsea. In der zweiten Januarwoche gab es über 80 Vernissagen, keine der Ausstellung hatte mit Krieg zu tun.
Ute Thon: Reagans Dritte Amtszeit, Perlentaucher.de, 29.1.2003
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