.Mappamondo
.Mappamondo / Texte / Gottes Gabe an die Menschheit .
.
.
.
-Mappamondo
.
-Vorbemerkungen
.
-Wortfeld-Index
.
.Texte
.
-Textprofile
.
-Textstatistik
.
. Gottes Gabe an die Menschheit


Denn George W. Bushs "compassionate conservativism", jene Ideologie, mit der er vor zwei Jahren in den Wahlkampf gezogen war und die der "war on terror" ein wenig in den Hintergrund gedrängt hatte, erlebte in der Rede zur Lage der Nation eine interessante Wiederauferstehung: als eine Art rechter Theologie der Befreiung. Zwischen seinen Versprechen, die Steuern weiter zu senken, ganz viel Geld für den Kampf gegen Aids in Afrika zur Verfügung zu stellen, Drogenabhängigen helfen zu wollen, und seiner Ankündigung, um Terroristen werde sich "gekümmert werden", flocht Bush immer wieder Sätze ein wie diese: "Der Ruf, dem wir als gesegnetes Land folgen müssen, ist es, die Welt besser zu machen." - "Freie Menschen werden den Gang der Geschichte bestimmen." - "Wir schreiten voller Vertrauen voran, denn der Ruf der Geschichte hat das richtige Land gefunden." - "Wir bringen Opfer für die Freiheit von Fremden. Die Amerikaner sind ein freies Volk, das weiß, dass jeder Mensch das Recht auf Freiheit hat und Freiheit die Zukunft aller Nationen ist. Das ist nicht Amerikas Geschenk an die Welt, das ist Gottes Gabe an die Menschheit."

Tobias Rapp: Kommentar; in taz Nr. 6967 vom 30.1.2003, Seite 17
Textprofil
.
© 2003
tom @ netzarbeit.com 4 AV-Produktionen | Heinz Nigg