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. Textprofil: Dominotheorien


Autor:
Dietmar Ostermann, Journalist, Deutschland

Medium:
Frankfurter Rundschau: "Unter der Firmierung sozial-liberal und links-liberal werden Gebote eines auf Minderheitenschutz und Gewaltverzicht, auf Frieden und Rechtsstaatlichkeit, auf europäische Einigung oder Reform des Gemeinwesens pochenden Journalismus formuliert.
Heute bewegen die Öffentlichkeit Fragen, die nach 1945 (als die Frankfurter Rundschau gegründet wurde, H.N.) keiner stellte. Umweltschutz zum Beispiel. Oder Nord-Süd-Konflikt. Aber auch jetzt geht es weiterhin um zeitlose Grundsätze - um Unabhängigkeit, soziale Gerechtigkeit, Fairness, um Mut zum Unpopulären, Verlässlichkeit, Standhaftigkeit." (Selbstdarstellung)

Inhalt:
Die Demokratie-Vision der Bush-Regierung für den Irak und den Nahen Osten wird dargestellt als ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Hinter dieser Fasssade komme die tatsächliche Rolle der USA in dieser Region zum Vorschein, nämlich die Vertretung von wirtschaftlichen Eigeninteressen ohne weitere Demokratieabsichten. Gefährlich an der Ideologie der Dominotheorie des sich von Staat zu Staat ausbreitenden Demokratisierungsprozess sei das Mittel der kriegerischen Befreiung. Die gewaltsame Reform von aussen sei von den Falken des Pentagons ausgebrütet worden.

Form:
Journalistischer Kommentar. Verwendung der Metapher vom "Märchen aus Tausendundeiner Nacht", um die Vorstellungen der us-amerikanischen Regierung für den Nachkriegs-Irak als leere Versprechungen zu entlarven.

Text
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