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Der Kampf um die Wiedereröffnung
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Ereignis
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5. September 1980
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In einer ausserordentlichen Sitzung erklärt der Stadtrat, dass er an einer neuen Trägerschaft interessiert ist. Er formuliert neue, restriktivere Bedingungen für eine Wiedereröffnung des AJZ. Der Stadtrat fordert einen Restaurationsbetrieb mit entsprechendem kantonalem Patent und Betriebszeiten, die dem kantonalen Wirtschaftsgesetz entsprechen; eine Schliessung von morgens 2 bis 5 Uhr; den Verzicht auf eine Notschlafstelle im Haus.
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6. September 1980
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Für den Samstag ruft die Bewegung zu einer Grossdemonstration auf: «Für die sofortige Wiedereröffnung des AJZ, aber subito, susch tätschts!» Die Menschenansammlung wird von der Polizei aufgelöst. Am frühen Abend versammeln sich rund 2000 Demonstrierende auf dem Hirschenplatz. Sie beschliessen, eine unbewilligte Demonstration zur Platzspitzanlage durchzuführen und dort eine VV abzuhalten. Auseinandersetzungen zwischen den Demons-trierenden und der Polizei bis in die frühen Morgenstunden. Mehrere hundert Personen werden verhaftet.
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10. September 1980
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Die Bewegung diskutiert das weitere Vorgehen an einer VV im Limmathaus. Rund 2500 Bewegte sowie MedienvertreterInnen aus aller Welt sind anwesend. Man diskutiert über das Thema «neue Trägerschaft», nachdem die SP über das Scheitern der Verhandlungen mit dem Stadtrat berichtet hat. Die SP war nicht bereit gewesen, auf die restriktiveren Bedingungen einzugehen. Für die Bewegten ist klar, dass
eine fremde Trägerschaft nur dann akzeptiert wird, wenn diese die Autonomie weiterhin gewährleisten kann. An dieser VV informieren Arbeitsgruppen, die am AJZ-Betrieb beteiligt waren, über ihre konkreten Erfahrungen und leiten daraus Forderungen ab, die für einen zukünftigen reibungslosen Betrieb erfüllt sein müssen: Sie bestehen auf weitere Mittel für
zusätzliche Renovierungen und legen einen Arbeitsplan mit 15 Stellen vor.
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20. September 1980
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Eine bewilligte Demonstration, an der neben Bewegten auch Mitglieder der PDA, SAP und POCH teilnehmen, wird mit rund 8000 TeilnehmerInnen zum eindrücklichen und friedlichen Beweis der anhaltenden Mobilisierungsfähigkeit der Bewegung.
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24. September 1980
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Die VV der Bewegung fordert in einem Ultimatum die Wiedereröffnung des AJZ für den 1. Oktober.
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27. September 1980
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Von Seiten der Rechten wird auf dem Müns-terhof eine «Landsgemeinde für Recht und Ordnung» organisiert: Von den rund 1000 TeilnehmerInnen gehört ein grosser Teil der Bewegung an.
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1. Oktober 1980
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Um 20 Uhr läuft das Ultimatum ab, in dem die Zürcher Jugendbewegung den Stadtrat aufgefordert hat, das Autonome Jugendzentrum bedingungslos wieder zu öffnen. An einer VV in der Predigerkirche diskutieren rund 2000 Jugendliche, wie sie ihrer Forderung Nachdruck verleihen könnten. Die strittigen Punkte dieser nun schon seit Wochen dauernden Verhandlungsrunden sind nach wie vor die Notschlafstelle und die Öffnungszeiten. Die Jugendlichen beauftragten den Verein Pro AJZ nur weiterzuverhandeln, wenn zugesichert wird, dass das AJZ 24 Stunden geöffnet bleibt.
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2. Oktober 1980
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Rund 200 AnhängerInnen der Zürcher Bewegung für eine Autonomes Jugendzentrum verbrennen während des Abendverkaufs vor dem Globus Zürcher Tageszeitungen, schiessen Feuerwerkskörper ab und deponieren im Parterre des Globus eine Stinkbombe. In der Nacht auf den 3. Oktober wird das Holzlager einer Baufirma in Brand gesteckt.
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4. Oktober 1980
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Mehrere hundert Bewegte demonstrieren vor dem Globus und am Bellevue. Während der Nacht weitere Aktionen mit Sachschaden. 77 Personen werden verhaftet.
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5. Oktober 1980
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Die Fraumünsterkirche wird von Bewegten besetzt und darauf von der Polizei geräumt.
Die bürgerlichen Parteien nehmen die militanten Aktionen vom ersten Oktoberwochen-ende zum Anlass, den Abbruch der Verhandlungen zu verlangen. Im Zusammenhang mit den Zürcher Unruhen sind von der Bezirksanwaltschaft Zürich (BAZ) in der Zeit vom 30. Mai bis 5. Oktober rund 440 Personen in Strafuntersuchungen einbezogen worden. Die BAZ rechnet mit weiteren 100 Verfahren, die sich gegenwärtig im Stadium polizeilicher Ermittlungen befinden. Hinzu kommen 550 Anzeigen gegen unbekannte Täter. Zu diesen rund 1100 Strafverfahren sind über 100 Untersuchungen hinzuzuzählen, welche die Jugendanwaltschaft eingeleitet hat.
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11. Oktober 1980
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Auf der Pestalozziwiese findet eine Informationsaktion statt. Die Stadtpolizei lässt die dialogbereiten AJZ-AnhängerInnen, die mit fingierten Auseinandersetzungen ein spontanes Strassentheater mit gemimten PolizistInnen inszenieren, nicht gewähren und verhaftet 144 Personen.
Nachdem diese Aktion durch die neue Einkreistaktik der Polizei verhindert worden ist, machen sich in den gemässigten Kreisen der Bewegung Resignation, Enttäuschung und Verzweiflung breit.
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14. Oktober 1980
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Bewegte verüben einen Brandanschlag auf eine Baufirma. Es entsteht ein Sachschaden von 2 Millionen Franken.
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15. Oktober 1980
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An der VV in der Roten Fabrik distanziert sich ein Teil der Bewegten von Gewaltakten, andere sind der Ansicht, dass es keine andere Wahl gäbe. Die Zahl der TeilnehmerInnen an den VVs hat stark abgenommen. Waren im September jeweils weit über tausend Personen anwesend, so sanken die Teilnehmerzahlen im Oktober kontinuierlich und erreichten Ende Oktober kaum noch 500 Beteiligte.
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24. Oktober 1980
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Die erste Ausgabe einer zweiten Bewegungszeitung - «Eisbrecher» - erscheint in einer Auflage von 10000 Exemplaren.
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25. Oktober 1980
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Teileröffnung der Roten Fabrik: Aus dem bewilligten Demonstrationszug vom Münsterhof zur Roten Fabrik werden deren zwei: Während sich ein kleiner Teil der Jugendlichen an die bewilligte Route über das General-Guisan-Quai hält, wählen etwa 500 DemonstrantInnen einen Umweg, der vorerst zum Bezirksgebäude und anschliessend durch das Engequartier führt; es werden Scheiben eingeschlagen und ein Polizeiauto beschädigt.
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31. Oktober 1980
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VertreterInnen der vier Organisationen, die in den letzten Wochen mit dem Stadtrat über die Bildung einer neuen Trägerschaft für das AJZ gerungen haben, erklären den Verhandlungsstopp.
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1. November 1980
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Sachbeschädigungen und Plünderungen in der Zürcher Innenstadt im Anschluss an die Filmpremiere von «Züri brännt» in der Roten Fabrik.
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12. November 1980
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Militante Anhänger der Zürcher Jugendbewegung schlagen in der Zürcher Innenstadt wahllos Scheiben zahlreicher Geschäftshäuser ein. Ein Aktivist wird von der Polizei verhaftet. Zu den Sachbeschädigungen kam es im Anschluss an die bereits traditionelle Mittwochabend-Vollversammlung der Jugendlichen, die in der Roten Fabrik abgehalten wurde.
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15. November 1980
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An einem gesamtschweizerischen Aktionstag machen Jugendliche mit Demonstrationen auf ihre Anliegen aufmerksam. In Zürich nehmen etwa 400 Personen in den Anlagen beim Bürkliplatz an einer bewilligten Veranstaltung teil zum Thema «Zürcher Jugendliche und ihre Anliegen». Schon bald zieht eine Demonstration durch die Bahnhofstrasse zum Paradeplatz, wobei mitgebrachter Kehricht verstreut und der Verkehr teilweise behindert wird. In einem Einsatz ohne Tränengas drängen Polizeigrenadiere die Demonstranten in den Raum Bellevue/Limmatquai ab, wo sich erneut stundenlange Krawalle abspielen.
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17. November 1980
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Auf die Autos von vier Bezirksanwälten werden Brandanschläge verübt.
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19. November 1980
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Der Stadtrat beschliesst die Schliessung der Aktionshalle in der Roten Fabrik. In einem Communiqué weist er darauf hin, dass die Halle für Vollversammlungen verwendet wird, nach denen es jeweils zu Ausschreitungen oder massiven Sachbeschädigungen gekommen sei. Rund 300 Jugendliche treffen sich am Abend im Limmathaus, wo sie das Gastrecht einer Versammlung der Gewerkschaft Druck und Papier erhalten.
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25. November 1980
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Auf das Ferienhaus von Stadträtin Lieberherr wird ein Brandanschlag verübt.
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26. November 1980
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Der Stadtrat kündigt eine restriktivere Praxis bezüglich der Bewilligung von Demonstrationen an.
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28. November 1980
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Bewegte stören den ETH-Jubiläums-Fackelzug.
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2. Dezember 1980
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Erster Krawallprozess: Ein Polizist wird vom Vorwurf der Tätlichkeiten und des Amtsmissbrauchs freigesprochen.
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3. Dezember 1980
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Rund 100 Jugendliche folgen einem Aufruf, im Kongresshaus eine VV abzuhalten, wo um 20.30 Uhr ein Konzert der «Kinks» beginnen soll. Die Polizei kreist die DemonstrantInnen ein und nimmt knapp die Hälfte der Anwesenden fest. Es kommt zu einer schweren Augenverletzung.
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11. Dezember 1980
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2000 Personen folgen dem Aufruf des «Eisbrechers», an einer VV im Volkshaus teilzunehmen. Die Ausgangslage für dieses Treffen ist klar: Die Redaktion des «Eisbrechers» hat in der Ausgabe vom 6. Dezember einen Aufruf an «alle Menschen mit gutem Willen» veröffentlicht. Hauptinhalte sind die Forderung nach Öffnung des AJZ für den 24. Dezember sowie die Wiederaufnahme von Verhandlungen des Stadtrats mit einer potentiellen Trägerschaft des AJZ im Januar. Der Stadtrat fühlt sich erpresst und stellt stattdessen über die Vermittlung von KirchenvertreterInnen am 24. Dezember die Roten Fabrik für ein Weihnachtsfest zur Verfügung.
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12. Dezember 1980
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Silvia Z. übergiesst sich am Bellevue mit Benzin und stirbt später an den schweren Brandverletzungen.
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13. Dezember 1980
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Zwischen 100 und 150 Jugendliche sprengen die Eröffnung der «Kunstszene Zürich 1980». Als Stadtpräsident Sigmund Widmer das Wort ergreifen will, skandieren sie «AJZ, AJZ».
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15. Dezember 1980
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Die Jungbürgerfeier im Kongresshaus wird von der Bewegung gestört.
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17. Dezember 1980
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Die VV der Zürcher Jugendbewegung lehnt das Angebot aus kirchlichen Kreisen ab, am 24. Dezember in der Roten Fabrik ein Weihnachtsfest zu organisieren. Die Bewegung beschliesst, am 24. Dezember eine Demonstration unter dem Motto «No AJZ - No Wiehnacht» durchzuführen.
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24. Dezember 1980
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Es kommt erneut zu schweren Zusammenstössen zwischen DemonstrantInnen und der Polizei, nachdem Jugendliche versuchten, sich Zugang zum geschlossenen AJZ zu verschaffen.
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29. Dezember 1980
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Rund 400 Personen versammeln sich an der Beerdigung der 23-jährigen Silvia Z. auf dem Friedhof Manegg. Nach der Beisetzung ziehen rund 300 Personen in einem Schweigemarsch in Richtung Bellevue.
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31. Dezember 1980
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Etwa 200 KundgebungsteilnehmerInnen versammeln sich gegen 19 Uhr beim Drahtschmidli, um gegen den Teilabbruch des Jugendhauses zu demonstrieren.
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14. Januar 1981
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Jugendliche der Bewegung kommen an einem SVP-Parteitag zum Thema «Krawalle» zu Wort.
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16. Januar 1981
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Die Gruppe, welche die Zeitung «Eisbrecher» produziert hat, stellt deren Erscheinen ein. Der «Eisbrecher» , der mit seiner zehnten und letzten Nummer eine Auflage von über 20000 Exemplaren erreichte, hat die Anliegen der Bewegung in eine breitere Öffentlichkeit getragen und war in der kurzen Zeitspanne seines Erscheinens zum Begriff geworden. Der «Eisbrecher» wird sofort von einer neuen Zeitung, dem «Brächise», abgelöst.
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21. Januar 1981
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Leute aus der Bewegung besetzen zwei leerstehende Häuser am Limmatquai und an der Brandschenkestrasse. Diese werden noch am selben Tag geräumt.
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24. Januar 1981
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Rund 400 Personen lancieren eine Flugblattaktion, nachdem die vom «Komitee für ein repressionsfreies Zürich» geplante Demonstration vom Stadtrat nicht bewilligt wurde.
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28. Januar 1981
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Der Stadtrat bildet eine neue Verhandlungsdelegation, bestehend aus den Stadträten Wagner, Kaufmann, Koller und Bryner.
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30. Januar 1981
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Mit der Begründung, sie enthalte unzüchtige Bilder und rufe zu gesetzeswidrigen Handlungen auf, wird die zweite Nummer des «Bräch-ise» - noch bevor sie in den Verkauf gelangt - von der Polizei beschlagnahmt.
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31. Januar 1981
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Die TeilnehmerInnen einer unbewilligten Grossdemonstration gegen die Justiz und die laufenden Prozesse werden beim Landesmuseum von der Polizei eingekesselt. Rund 700 Personen müssen sich einer Personenkontrolle unterziehen.
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4. Februar 1981
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Im Volkshaus findet eine grosse VV mit rund 2000 TeilnehmerInnen statt, an der man versucht, sich über die Taktik des weiteren Vorgehens einig zu werden. Die neue Verhandlungsdelegation des Stadtrats wird aufgefordert, direkte Gespräche mit der VV zu führen.
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12.-14. Februar 1981
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Der Verein Pro AJZ organisiert im Volkshaus ein «Zürcher Tribunal», an dem massive Vorwürfe gegen die Behörden und die Polizei erhoben werden.
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18. Februar 1981
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Die VV diskutiert die Verhandlungsstrategie. Die einen wollen überhaupt keine Delegation, den andern ist es egal, wie das Jugendhaus «hereingenommen» wird, solange es autonom ist und zu den Bedingungen der Bewegung geöffnet wird. Der Stadtrat erklärt sich bereit, die Liegenschaft Limmatstrasse 18-20 wieder als Versammlungszentrum zu öffnen, falls sich eine geeignete Trägerschaft finden lasse.
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Ende Februar 1981
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Die Landeskirchen und die Pro Juventute erklären offiziell ihre Bereitschaft, sich an der Schaffung eines zweiten Autonomen Jugendzentrums zu beteiligen.
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Anfang März 1981
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Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat einen Kredit von 1.8 Mio. Franken zur Instandstellung der Liegenschaft Limmatstrasse 18-20. Damit errichtet der Stadtrat eine zweifache Hürde für die Eröffnung eines zweiten AJZ: Nicht nur muss eine derartige Kreditvorlage vom Gemeinderat beraten und akzeptiert werden, sondern sie ist auch dem Referendum unterworfen.
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5. März 1981
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In der VV, an der wieder über 1000 TeilnehmerInnen anwesend sind, ist man sich einig, dass es mit den Verhandlungen nicht wei-
tergehen kann wie bisher. Die Stimmung
ist aggressiv und unnachgiebig. Eine Grossdemonstration soll die Forderung nach der Wiedereröffnung untermauern. Nach der VV zieht ein Teil der Versammelten zur Delegiertenversammlung der Stadtzürcher SP, um von den SP-Stadträten Auskunft über die mit der neuen Kreditvorlage verbundenen Absichten zu bekommen.
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7. März 1981
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Bewegte stören das nächtliche Fastnachtstreiben: Sachbeschädigungen und Plünderungen, Verkehrsbehinderungen und Beschädigungen an öffentlichen Verkehrsmitteln. Gegen das Modehaus Modissa wird ein Brandanschlag verübt.
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18. März 1981
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Das Schigu wird von Bewegten besetzt und zum «provisorischen AJZ» erklärt.
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21. März 1981
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An der bewilligten «Frühlingsdemonstration» nehmen rund 8000 Personen teil. Als der Zug das AJZ erreicht, dringen Tausende in das Areal des AJZ ein, während ein Teil des Zuges seinen Weg Richtung Helvetiaplatz fortsetzt. Am Abend räumt die Polizei das Gelände des AJZ: Gewalttätige Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen in der Gegend des Hauptbahnhofs.
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22. März 1981
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Das AJZ wird von Bewegten besetzt.
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23. März 1981
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Die Polizei räumt das Areal ein zweites Mal. VV von rund 100 Bewegten mit anschliessendem Protestzug durch die Innenstadt: massive Zerstörungen.
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29. März 1981
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Der Stadtrat orientiert über den Vertrag, der mit den Landeskirchen und der Pro Juventute, welche die Trägerschaft für ein Jugendzentrum an der Limmatstrasse 18-20 übernehmen, abgeschlossen wurde.
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31. März 1981
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Jene Leute in der Bewegung, die sich mit dem Wohnungsproblem befassen, organisieren sich verstärkt und führen eine erste «Wohnungsbesetzer-VV» durch, an der rund 300 Personen teilnehmen. Es werden zwei Häuser besetzt, die umgehend von der Polizei geräumt werden.
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1. April 1981
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Die «Aktion gegen Wohnungsnot» hält eine Pressekonferenz ab, an der Auszugs-Boykotte angekündigt werden.
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2. April 1981
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Um ein Referendum über den Beitrag der Stadt zum Umbau des AJZ zu vermeiden, wird die Weisung mit dem Kredit von 1.8 Mio. Franken vom Gemeinderat an den Stadtrat zurück-gewiesen.
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Fortsetzung der Chronologie Zürich
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